Erst mal vorab: Bei den Meringern kann einen bezüglich ihres Vereinsheims schon der Neid packen: In einem großen Klostergebäude (natürlich restauriert) haben sie praktisch das ganze 1 Geschoß für ihren Verein, haben sogar eigene Räume für „Verwaltung“. Dazu helle Spielräume. Glückwunsch! Da würden sich viele andere Vereine nach etwas vergleichbarem sehnen.
Bei uns meldete sich Mannschaftsführer Bernhard ab und organisierte einen Ersatz (–> mich). Immerhin trommelte er eine ansprechende Mannschaft zusammen. In Mering trafen wir ebenfalls auf ein Team aus zahlreichen Nachwuchsspielern, aber genau dafür ist die Kreisliga 3 ja auch da.



Ganz witzig: An Brett 1 trafen zwei Spieler aufeinander, die beide noch keine DWZ aufwiesen aber von ihren Mannschaftsführern jeweils als stärkste Spieler eingestuft wurden; sie spielten eine sehr verbissen geführte Partie, bei der sich nie ein Vorteil für den einen oder anderen Spieler zeigte.
Als Erster wurde Gabriel an Brett 7 fertig und meldete seinen Sieg: Er hatte den Gegner von Anfang an unter Druck gesetzt, der gegnerische Königsflügel wurde demontiert, so dass der König nicht mehr von Bauern sondern nur durch Figuren geschützt werden konnte. Kleiner Ausrutscher: als der Meringer bereits auf Bruch stand leistete sich Gabriel einen schwächeren Zug: Hätte hier sein Gegner einen Läufer mit Schach geopfert wäre die weiße Dame verloren gegangen. Sahen aber beide nicht. Punkt ist Punkt. 1 – 0
Das wollte Sven nicht auf sich sitzen lassen, dass jemand schneller spielt als er: kurz darauf kam er mit dem ganzen Punkt aus einer schönen Angriffspartie in den Analysebereich. Hier analysierte er mit dem Meringer Spitzenspieler der ersten Mannschaft dort seine Partie und Krug zeigte ihm, dass er wohl eher verloren hätte. Allerdings ergab eine detaillierte Analyse, dass die Krug’sche Variante auch zu einer Niederlage des Meringers geführt hätte. 1 – 0
Nicht so gut lief es bei Pavel: Er büßte einen Bauern ein, sei Gegner schaffte es die meisten Figuren zu tauschen und in einem König-Bauern-Endspiel holte sich sein Gegner das richtige Tempo und der Mehr-Freibauer entschied die Begegnung. 0 – 1
2 – 1 klingt erst mal recht eng, aber wenn man ein bißchen herumschaut, dann wirkt das beruhigender: Anna steht besser und verbessert ihre Stellung in kleinen Schritten konsequent. Maksym – ausgeglichene Stellung, vielleicht etwas aktiver. Bei Thomas schaut es nicht so gut aus. Jonas, doch, das dürfte gut werden. Und dann…
… meldet Emil seinen Sieg. Schön herausgespielt, solides Schach wird mit einem ganzen Punkte belohnt. 1 – 0.
Bei Jonas war es von der Aufstellung und Sitzanordnung schwierig, regelmäßig reinzuschauen, ohne andere Spieler zu stören. Deswegen kann ich nicht genau sagen wie es lief, aber was ich in der Analyse danach gesehen habe, war es wohl eine klare Angelegenheit. 1 – 0
4 – 1, na den halben Punkt müssten wir doch auch noch hinkriegen. Genau: Maksym einigt sich mit seinem Gegner in völlig ausgeglichener Stellung auf Remis Wir haben den Mannschaftskampf gewonnen.
Jetzt verwandelt Anna ihre gute Stellung, die sie positionell und materialmäßig immer weiter verbessert hatte. Klare Sache, Gratulation. 1 – 0
Bei Thomas wird es leider nichts mehr, er kann auch kein Remis halten, die Stellung ist einfach hin. Schade.
Immerhin: Endstand 5,5 : 2,5 für uns. Kriegshaber 6 ist bislang die einzige Mannschaft des Vereins, die zuverlässig punktet. Weiter so, klasse!

