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Kriegshaber II gewinnt gegen die SG Augsburg mit 6:2 und steht kurz vor dem Aufstieg in die Schwabenliga I

Am Sonntag stand im Mehrgenerationenhaus Herrenbach das absolute Topspiel der Schwabenliga II an. Es trafen der Erste der Tabelle (SG Augsburg) auf den Dritten (SK Kriegshaber II) . Wenn wir unsere wagen Aufstieghoffnungen noch am Leben halten wollten, war ein Sieg Pflicht. Die SGA trat nahezu in Bestbesetzung an und auch wir hatten eine starke Mannschaft am Start. Bei uns fehlte Thilo, sowie Christoph, der in der ersten Mannschaft eingesetzt wurde. Mit jeweils ungefähr 1900 DWZ im Schnitt wäre die Begegnung auch eine Liga höher ein absolutes Topspiel.

Nach der freundlichen Begrüßung und dem Fototermin stimmte uns Roland mit Mozart auf einem etwas verstimmten Klavier auf den Mannschaftskampf ein. Dann konnte es losgehen. Da ich sehr auf meine Partie fokussiert war, sind die Berichte nicht chronologisch, da ich mich nicht mehr an die Reihenfolge der Ergebnismeldungen erinnern kann:

Martin an Brett 1 spielte gegen unser ehemaliges Vereinsmitglied Denis Wiegner. Optisch gefiel mir seine Stellung sehr gut, er hatte Raumvorteil und geriert für mein Gefühl nie in Gefahr. Schließlich wurde Remis vereinbart. Ich habe zwar die Endstellung nicht mitbekommen, das Remis gegen den gegnerischen Topspieler war aber auf jeden Fall schon ein guter Start in den Mannschaftskampf.

Roland war schwarz an Brett 2. Er wählte wie des öfteren einen Aufbau mit d6 und konnte die Partie immer ausgeglichen gestalten. Martin Schönwetter konnte nichts herausholen und da Roland meistens auch ein Remis einer Harakiriaktion vorzieht wurde die Punkteteilung vereinbart.

An Brett 3 spielte der Gegner von Felix mit schwarz einen etwas ungewöhnlichen Aufbau mit Bauernvorstößen an beiden Flügeln, während Weiß das Zentrum besetzte. Lange Zeit war sehr unklar, wer hier die Oberhand behalten sollte. Mit einem Angriff am Damenflügel konnte dann aber Felix die Bauernstruktur seines Gegners sprengen und zum Königsangriff ansetzen. Als das Matt nicht mehr aufzuhalten war, gab sich Thomas Steiner schließlich geschlagen.

Von der Partie an Brett 4 von Vladimir habe ich leider keine Notation und wenig Erinnerung. Das soll aber die Leistung von Vladimir aber nicht schmälern. Mit schwarz gegen einen Gegner mit >2000 Dwz zu gewinnen ist stark!

Ich (Hans) spielte an Brett 5. Da ich aus irgendwelchen Gründen davon ausging, dass der Gegner sizilianisch mit Sc6 spielt, habe ich mir zum Frühstück noch ein Youtube Video zum Thema Rossolimo mit Lxc6 angesehen. Und tatsächlich kam diese Eröffnung aufs Brett! Bestens mit den Plänen dieser Eröffnung vertraut konnte ich schon ausgangs der Eröffnung Vorteil erlangen und einen Bauern gewinnen. Im Damen/Turmenspiel musste ich zwar noch aufpassen, konnte aber schließlich in ein gewonnenes Bauernenspiel abwickeln. Was dann passierte, kann ich mir immer noch nicht ganz erklären. Ich habe auf einmal den Gewinn nicht mehr gefunden und muss einen etwas verzweifelten Eindruck am Brett gemacht haben. Das blieb wohl auch meinem Gegner nicht verborgen und er bot mir Remis, was ich auch annahm (In Gewinnstellung!). Die zuschauenden Kiebitze erklärten mir natürlich gleich, wie ich hätte gewinnen können. Zum Glück war meine Partie die letzte des Tages und das Ergebnis war nicht mehr entscheidend für den Ausgang des Mannschaftskampfes.

Helmut geriet an Brett 6 in der Eröffnung gegen Manuel Waibel in der Caro Kann Verteidigung schwer unter Druck. Der König war unrochiert und mit präzisen Zügen hätte das der weiße auch ausnützen können. Irgendwie schaffte es Helmut aber die Damen zu tauschen, so dass die Luft aus dem Angriff entwich. Im Endspiel erwies er sich als der überlegene Spieler und graste eine Bauern nach dem anderen ab. Als die seine Freibauern nicht mehr aufzuhalten waren, gab sich Manuel geschlagen.

Viktor an Brett 7 hatte die zweite Partie mit der Rossolimo Eröffnung auf dem Brett. Der Gegner wählte eine etwas ungewöhnlich Zugfolge mit frühem Damenausflug. Viktor spielte sehr solide, tauschte die Damen und konnte einen Bauern gewinnen. Um den Mannschaftsieg abzusichern, willigte er ins Remis ein.

An Brett 8 half Tomas aus. Er musste mit schwarz gegen Zacharias Janowitz antreten, der bisher alle Ligawettkämpfe gewonnen hatte. Er sicherte sich in der Eröffnung das Läuferpaar, sein Gegner erhielt dafür aber ein starkes Zentrum. Optisch gefiel mir Tomas Stellung nicht, aber seine Verteidigung hielt immer stand. Als Zacharias schließlich zu viel wollte, seine Stellung überschätzte und zum Mattangriff ansetzen wollte, setzte Tomas zum Gegenschlag an und startete seinerseits einen Königsangriff, der nicht mehr aufzuhalten war. Als schließlich das Matt nicht mehr zu verhindern war, stand der Sieg fest.

3SG Augsburg 1873DWZSK Kriegshaber IIDWZ2 – 6
11Wiegner, Denis21512Baierlein, Martin1971½ – ½
22Schönwetter, Martin19044Glück, Roland, Dr.1888½ – ½
33Steiner, Thomas18595Stelter, Felix, Dr.19920 – 1
44Kampen, Hans20376Belevtsov, Vladimir19260 – 1
55Hammer, Evander20057Reschka, Hans1883½ – ½
67Waibel, Manuel17418Schönau, Helmut19310 – 1
78Angeli, Wolfgang17589Kaiser, Viktor1838½ – ½
810Janowitz, Zacharias174010Reschka, Tomas18500 – 1

Damit haben wir am letzten Spieltag gegen Wertingen alles in unserer eigenen Hand. WIr führen im Moment die Tabelle der Schwabenliga 2 an und mit einem Mannschaftssieg im letzten Match sind wir so gut wie aufgestiegen. Das Ligaorakel gibt uns übrigens 94% Aufstiegswahrscheinlichkeit an. Die aktuelle Tabelle zum Genießen:

RangMannschaft12345678MPktBPkt
1.SK Kriegshaber II**465 89 – 332,0 – 16,0
2.SK Friedberg I4**4 4669 – 330,5 – 17,5
3.SG Augsburg 187324**6 9 – 326,5 – 21,5
4.SG Kötz/Ichenhausen **47 – 527,5 – 20,5
5.SK 1926 Nördlingen-Ries34**5 57 – 525,0 – 23,0
6.TSV Wertingen 1862 23**453 – 919,0 – 29,0
7.SK Keres-Augsburg 1980224 4**2 – 1017,0 – 31,0
8.SK Friedberg II0 33**2 – 1014,5 – 33,5

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