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Ende gut, alles gut: Kriegshaber 4 hält mit einem 5,5 : 2,5 gegen Mering 2 die Klasse und bleibt in der Kreisliga II

Da haben wir ja heuer im Terminplan ein Schnäppchen gemacht: erste und letzte Runde jeweils an einem langen Wochenende, das ja gerüchteweise manche Leute für einen Kurzurlaub nutzen, statt sich bei schönstem Wetter ans Schachbrett zu setzen. Trotzdem haben wir rechtzeitig eine ordentliche Mannschaft zusammengebracht.

Naja, ordentlich: Manche kriegen offenbar vom Schach nie genug (oder so ähnlich). Nach 2 Tagen Vorbereitung, 3 Stunden Schlaf hatte ich am Spieltag tagsüber noch eine RAPID-Turnier mit zu organisieren. Um 17 Uhr kam ich nach hause, warf eine Tasse Tee ein, stellt die Ergebnisse vom RAPID online (Shit happens: eine Gruppe war nicht komplett) und ab gings wieder zum Schach spielen.

Das mit dem langen Wochenende (oder dem schönen Wetter) war wohl nicht nur für uns ein Problem, die Meringer traten zu siebt an, und schon waren wir in einer Diskussion über das Regelwerk: Ist es erlaubt, den letzten der Meldeliste auf 7 aufzustellen und Brett 8 ohne Meldung leer zu lassen oder verliert das das ganze Match. Die Meringer wollten kein Risiko eingehen, meldeten (namentlich) einen Spieler auf 5 und somit namentlich 8 Spieler.

Peter „gewann“ das Freispiel. Schade, er hätte lieber gespielt, aber sehr mannschaftsdienlich meinte er, auch ein kampfloser Punkt ist ein wichtiger Punkt für das Team. DANKE!

Bei einem kurzen Rundblick sah ich bei Michael eine recht erstmal unspektukaläre Stellung (schaut bei ihm so nach der Eröffnung häufig aus, danach wirds taktisch), Stefan hatte seine Stellung sehr in die Breite gezogen (Springer am Rand…?), Christian stand gedrängt in der Mitte und am Damenflügel und schob gegen die gegnerische Königsstellung einen Bauern vor; Lothar hatte eine meiner Meinung nach typische französische Stellung auf dem Brett, Andrii normales Mittelspiel, auf die Schnelle nichts zu sehen, allerdings bei Nicolas sah es wild (und gut für ihn) aus: Gegnerischer König unrochiert im Zentrum, Königsflügel nicht entwickelt, ein Mehrbauer. Danach lockerte Nicolas seine Angriffsoptionen etwas und erlaubte dem Gegner Entwicklung. Konnte danach allerdings alle Figuren abtauschen und landete in einem Endspiel mit einem Mehrfreibauern und den verwandelte er problemlos.

Jetzt hatte ich mal kurz nicht reingeschaut und schon meldete Andrii Remis. Ich musste jetzt mal ein bißchen auf mein eigenes Brett schauen, im Vorbeigehen meldete Michael seinen ganzen Punkt. Klar überspielt. Lothar kam mal vorbei warf einen Blick auf die Mannschaftskarte und machte remis. 4 : 1 und es laufen noch zwei Partien. Stefan sichert mit seinem remis in ausgeglichener Stellung den Mannschaftssieg und mein Gegner bietet remis an (ich hab einen Mehrbauern).

Ach ja, ich kann es halt nicht ganz ausblenden: Mein Gegner legt ganz flott mit f4 los und ich grüble, ob ich mit e5 ins Gambit gehen soll, aber so selbstbewusst, wie der loslegt (und nur weil man selber in der Eröffnung schon überrollt wurde heißt ja nicht, dass man die Theorie beherrscht…) … Also symmetrische Eröffnung. Laaaaaangweilig. Mein Hauptproblem war es, am Brett nicht einzuschlafen, deswegen komme ich in eine gedrückte Stellung. Mein Gegner erklärt mir hinterher in der Analyse, dass ihm die Engine einen Gewinnzug verraten habe, aber ich spiele ja nicht gegen Stockfish. Zwei etwas überraschende Züge später habe ich einen Mehrbauern und meine Stellungsprobleme überwunden. Auf der einzig freien Linie habe ich alle drei Schwerfiguren platziert – nö, so mache ich nicht remis. Kommentar von einem Mannschaftskollegen: Der Ecki ist der Einzige, der beim Stand von 4 : 1 noch weiterspielt und nicht den Sieg sichert. Tja, ein Turm-Bauernendspiel später habe ich dann gewonnen.

Es gab dann noch ein paar etwas überraschende Ergebnisse, denn Göggingen gewann gegen Caissa ganz knapp mit 4,5 : 3,5 und die zweite Mannschaft der SGA mit nominell 150 mehr DWZ-Punkten kassierte gegen SF Augsburg 5 (ohne einen einzigen Stammspieler!) eine 2 : 6 Packung. Mit einem halben Brettpunkt weniger gegenüber Caissa liegt jetzt die SGA am Tabellenende und ist somit lt. Turnierordnung Absteiger. Wir sind nach 4 Runden auf dem letzten Platz auf einmal auf Rang 3 hochgesprungen.

Danke an alle unsere Spieler und ich hoffe auf gute Motivation in der neuen Saison!

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